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Ein Mann streikt sich in den Rausch. 

Von Oliver Rüter

Sechs Tage läuft die Frist für den nächsten Erpressungsversuch der Lokführergesellschaft GDL – mit einem ganzen Volk als Geisel.

Und jeden Tag kostet uns die Wut dieses Mannes rund 100 Millionen Euro Wirtschaftsleistung, wie der Konjunkturchef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Grömling, ausgerechnet hat.

Schön blöd, wer als Spediteur seine Güter auf die umweltfreundliche Schiene verlagert hat. 

Noch blöder, wer in den kommenden Tagen nicht umdisponieren kann und über ausreichende Lkw-Transportkapazitäten oder ein gut gefülltes Lager verfügt. 

Denn ab heute hat die Bahn, zu der mit DB-Cargo auch die Güterbahn zählt, nicht nur Verspätung. Sie kommt gar nicht.

Naja, zumindest damit kann man jetzt verlässlich planen.

Was ich bei diesem Wahnsinns-Streik nicht nachvollziehen kann, ist die komplett fehlende Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft der GDL.

Dabei wären bis zu 13 Prozent mehr Geld oder eine 37-Stunden-Woche bei gleichem Gehalt – so das letzte Angebot der Bahn – für viele andere Berufsgruppen in diesen Zeiten sicher ein Traum.

Bitte kommt jetzt endlich zu Potte, ihr unliebsamen Streithähne! 

Denn jeder weitere Streiktag kostet unsere Wirtschaft nicht nur Millionen. Sondern auch das Vertrauen in einen Verkehrsträger, der mit jedem Tag Kunden an die Straße verliert.

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